Mittwoch, 8. Februar 2017

[Rezension] Wie viel Leben passt in eine Tüte

Titel: Wie viel Leben passt in eine Tüte
Autor: Donna Freitas
Verlag: dtv
Format: Taschenbuch
Seiten: 397
Preis: 8,95€
ISBN: 978-3-423-78283-8
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Klappentext: 
Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Buntstifte, ein Papierstern, ein Papierdrachen. Das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift „Roses Survival Kit“, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk an Rose – und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein. Jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen. Schon bald merkt sie, dass sie mehr für den zurückhaltenden Jungen empfindet. Doch dann geschieht etwas, dass Roses und Wills aufkeimendes Glück tief erschüttert. Ob ihre Mutter ihr auch für diese Situation etwas hinterlassen hat?
(Quelle: Thienemann-Esslinger)

Meine Meinung: 


Das Cover ist toll. So schlicht, allein aus dem Titel bestehend, aber trotzdem sehr ansprechend.

Als Roses Mutter stirbt hinterlässt sie ein Survival-Kit, das Rose bei ihrer Trauer helfen soll. Als sie sich endlich an die Tüte wagt, führen sie viele enthaltene Gegenstände zu Will.
Will fand ich von Anfang an spannend und ich wollte noch viel mehr über ihn erfahren. Leder gibt es aber nur ab und zu ein paar Informationen über ihn, sodass man ihn nur langsam kennen lernt.
Roses Familie war toll beschrieben, denn den Schmerz, den die Mutter hinterlassen hat, kann man auf jeder Seite spüren. Während Roses Vater in Trauer und Alkohol versinkt, versucht sie die Familie zusammenzuhalten.
Ich fand es besonders schön zu lesen, wie Rose langsam wieder Freunde entwickelt und man als Leser dabei richtig mitfühlen konnte. Will hilft ihr dabei natürlich und die Geschichte zwischen den beiden war großartig zu erleben.
Langsam merkt man, wie Rose Gefühle entwickelt, nur schade, dass Will eher ein großes Geheimnis bleibt.
Das einzige, was mich etwas gestört hat war eine Reaktion von Rose. Viel mehr kann ich ohne Spoiler nicht verraten, nur dass ich schon fast entsetzt war, was sie erwartete.

Sprachlich war das Buch toll. Die Autorin hat es geschafft, dass die Gefühle der Protagonisten, deren Trauer und die Verarbeitung komplett auf den Leser überspringen und man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Fazit: Ein großartiges Buch über ein schweres Thema, das die Gefühle perfekt einfängt.
 
4 von 5 Bienchen

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